Kurzprofil

Chan-jo Jun (Jahrgang 1974) ist Fachanwalt für IT-Recht und Gründer der auf IT-Recht spezialisierten Kanzlei JunIT Rechtsanwälte in Würzburg. Bekannt wurde er 2015 als der Würzburger Anwalt, der das Strafverfahren gegen Facebook Manager wegen Hasskriminalität ins Rollen brachte. Mit seinem ständig wachsenden Team arbeitet Jun an wissensbasierten KI-Systemen zur Lösung von rechtlichen Aufgaben. Eine besondere Spezialität liegt im Bereich des Software-Lizenzrechts und dabei im Bereich Open Source Software. Seine Kanzlei betreut vom Freelancer bis zum Automobilhersteller Unternehmer in IT-rechtlichen Fragestellungen.

 

Lebenslauf

Chan-jo Jun (Xing-Profil) wurde 1974 in Verden, Niedersachsen, geboren. Seine Eltern stammen aus Süd-Korea, was man ihm ja nicht nur am Namen ansieht. Er machte das Abitur in Würzburg und studierte von 1994 bis 1999 an der Universität Würzburg Jura und im Zweitstudium Politologie und Philosophie. Während des Studiums arbeitete er als freier Journalist und Online-Redakteur für die Main-Post, (Bericht über 15jähriges Jubiläum) als Projektberater für den Landkreis Kitzingen un

d Internet-Projektleiter für das Juristische Repetitorium Hemmer. 1999 erhielt er den mit 5.000 DM dotierten Wolfgang-Kuhlen-Preis für das beste Referendarexamen des Jahrgangs 1999/1 an der Uni Würzburg.

 

Chan-jo Jun war nach dem Studium für ein Jahr als Unternehmensberater für McKinsey & Comp. Inc in Frankfurt tätig und unterstützt das Unternehmen von 2002 bis 2007 als Freiberufler in Strategieprojekten des öffentlichen Sektors. Das Referendariat legte er am Landgericht Würzburg ab und verbrachte Stationen u. a. bei der Staatsanwaltschaft, der Kammer für Handelssachen beim LG Würzburg, der Stadt Würzburg, der Kanzlei Spengler & Kollegen und der Kanzlei Oppenhoff & Rädler Linklaters Alliance, Frankfurt.

Chan-jo_Jun


Seit November 2001 ist Chan-jo Jun als Rechtsanwalt am Landgericht Würzburg zugelassen. Er praktizierte bis Februar 2003 selbständig in der Kanzlei Spengler und Kollegen in Würzburg. Bis Mai 2007 betrieb er eine Kanzlei in Bürogemeinschaft mit Rechtsanwältin Beatriz Loos in der Rüdigerstr. 4 in Würzburg. Zu Zeiten, als dies noch als innovativ galt, begründete er verschiedene Online-Portale für Rechtsberatung per E-Mail, unter anderem Online-Beratung.com und Unterhaltsberechnung.com. Von Mai 2007 bis Oktober 2012 befand sich die Kanzlei in Bürogemeinschaft mit der Patent- und Rechtsanwaltskanzlei advotec.

Chan-jo Jun entwickelte 2000-2002 gemeinsam mit Prof. Dr. Frank Puppe, Inhaber des Lehrstuhls für Informatik VI an der Universität Würzburg, juristische Expertensysteme zur Lösung von alltäglichen Rechtsproblemen mittels künstlicher Intelligenz. Beispiele der Arbeit sind im Internet veröffentlicht.

 

Nebentätigkeiten und Auszeichnungen

Als Dozent bei der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt unterrichtet er von 2003 bis 2006 das Fach Medienrecht für die Ausbildung zum Geprüften Medienfachwirt und den geprüften Industriemeister Digital- und Printmedien. Er ist (wie viele andere Dozent auch) stellvertretendes Mitglied des Prüfungsausschusses. Im Mai 2004 gewann er auf dem deutschen Anwaltstag den dritten Preis beim DAV-Rednerwettstreit. (Rede des Wettstreits). Anlässlich des 16. Forums "Erfolgreicher Einstieg in den Anwaltsberuf"  im Oktober 2007 und im Februar 2008 hielt er jeweils eine der Eröffnungsreden zur erfolgreichen Kanzleigründung. Seit 2008 bietet er ehrenamtlich Coachings und Rhetorik-Trainings für Anwälte an.


Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen auf dem Medien- und Onlinerecht, sowie im (Medien-)Strafrecht. Den Fachlehrgang Strafrecht absolvierte er in 2004. Den Fachlehrgang für Informationstechnologierecht (IT-Recht) absolvierte er 2009. Am 20.11.09 verlieh der Vorstand der Rechtsanwaltskammer Bamberg die Befugnis die Bezeichnung "Fachanwalt für Informationstechnologierecht" zu führen. Er war damit der erste Rechtsanwalt, dem die Rechtsanwaltskammer Bamberg diese Befugnis verliehen hat. Seit dem 1.1.2016 ist Chan-jo Jun Mitglied des Ausschusses für IT-Recht bei der Bundesrechtsanwaltskammer.

Besondere Fälle

Im Oktober 2015 erhielt Jun weltweite mediale Aufmerksamkeit durch die Strafanzeigen gegen Facebook Manager wegen Behilfe zur Volksverhetzung. Im Jahr 2004 war Jun einer der ersten Anwälte, die Mandanten gegen Filesharing Abmahungen verteidigte. Im Betrugsskandal um über 700 illegal über das Internet verkaufte Autos durch die ECZ im Jahr 2008 vertrat über 80 Geschädigte und organisierte eine Opfer-.

 

Nebentätigkeiten und Auszeichnungen

Als Dozent bei der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt unterrichtet er von 2003 bis 2006 das Fach Medienrecht für die Ausbildung zum Geprüften Medienfachwirt und den geprüften Industriemeister Digital- und Printmedien. Er ist (wie viele andere Dozent auch) stellvertretendes Mitglied des Prüfungsausschusses. Im Mai 2004 gewann er auf dem deutschen Anwaltstag den dritten Preis beim DAV-Rednerwettstreit. (Rede des Wettstreits). Anlässlich des 16. Forums "Erfolgreicher Einstieg in den Anwaltsberuf"  im Oktober 2007 und im Februar 2008 hielt er jeweils eine der Eröffnungsreden zur erfolgreichen Kanzleigründung. Seit 2008 bietet er ehrenamtlich Coachings und Rhetorik-Trainings für Anwälte an.

Fremdwahrnehmung

Die AdVoice bezeichnete Jun nach einigen Artikeln und Vorträgen für das Forum Junge Anwaltschaft in einem Kurzportrait einmal als "Anwalt mit Herz". Diametral entgegengesetzt dürfte das Votum von Gegnern und Gegenanwälten sein. Dabei gehen Beschimpfungen von "Wortverdreher", "Frühlingsrolle" (2.000 EUR Geldbuße);  "Unpromovierter Laie" und der eigentlich abwertend gemeinten Auszeichnung als "Rhetorik-Genie" fließend über in respektvolle Resignation und führt manchmal sogar zur Beauftragung durch frühere Gegner. So begann ein ehemaliger Prozessgegner die Anfrage nach einer Mandatsübernahme so: "Sehr geehrter Herr Jun, da ich ja aus eigener leidvoller Erfahrung weiß, dass Sie ein hartnäckiger 'Gegner' sind, bitte ich Sie höflich, sich des Herrn xxx anzunehmen." (Die Anwerbung des Gegners als neuen Mandanten ergibt sich zwar gelegentlich, ist aber niemals Ziel der Fallbeabeitung.)

Mitgliedschaften

Chan-jo Jun ist Mitglied des Würzburger Anwaltsvereins, der Arbeitsgemeintschaft IT im deutschen Anwaltsverein (DAVIT), Mainadvo, der Rechtsanwaltskammer Bamberg, European Legal Network der Free Software Foundation, sowie weiteren vielen weiteren Vereinen außerhalb der juristischen Praxis.

ZitatChan-jo Jun

C. Jun: "Wahrscheinlich ist es leichter, in der Würzburger Anwaltschaft eine gewisse Bekanntheit zu erreichen, wenn man der einzige Anwalt in der Stadt ist, der einen koreanischen Namen hat und gelegentlich in der Presse steht. Wenn ich höre, dass mich Kollegen bei Erkundigungen, die mich noch nicht einmal persönlich kennen, als "juristischen Überflieger" bezeichnen, schmeichelt das einerseits, aber es wirft zugleich auch unrealistische Erwartungen auf. In Jura gibt es keine Zauberei und keine Abos auf Sieg. Wir müssen jeden Fall von Neuem mit Disziplin und Demut vor dem Recht erarbeiten. Wer glaubt, als Spezialist, als etablierte Kanzlei oder gar als Überflieger einen Vorsprung zu haben, liegt in Wirklichkeit bereits zurück. Ein Fall lässt sich nur dann mit der nötigen Weitsicht lösen, wenn man an jeder schon lieb gewonnen Hypothese den Irrtum einkalkuliert und seinen Gegner zu keinem Zeitpunkt unterschätzt, auch wenn er versucht, durch Unkenntnis zu täuschen."

 

RA Jun bildet sich regelmäßig fort, was durch die Fortbildungsbescheinigung des DAV bestätigt wird, letztlich aber auch eine selbstverständliche Verpflichtung aus der Fachanwaltsordnung ist.

 

 

Videos mit Chan-jo Jun:

13.9.2012

Eine Briefkastenfirma schickt uns einen Scheck über 72.000 US$ und bittet um Einlösung. Alter Trick, neue Ausprägung. Die ganze Geschichte hier im Video:

 

 http://youtu.be/UN60rDqvkDM

 

Haftet der Anschlussinhaber für alle Urheberrechtsverletzungen?

 

 

Einer Abmahnung folgen häufig weitere Abmahnungen von verschiedenen Rechteinhabern und Rechtsanwaltskanzleien. Im folgenden Video beschreiben wir einen Fall von sechs Abmahnungen und die Auswirkungen auf die Gestaltung von Unterlassungserklärungen.