PHILOSOPHIE

Anwaltliche Beratung und Vertretung ist gleichermaßen anspruchsvoll wie intransparent. Nicht jeder Anwalt ist für jeden Fall gleichermaßen kompetent und die Bereitschaft sich zu engagieren unterliegt gleichfalls Schwankungen. Die folgenden Grundsätze stellen unsere Ansprüche an uns selbst und unser Leistungsversprechen an unsere Mandanten dar:

1. Wir übernehmen nur die Fälle, die wir am besten bearbeiten können

Wir übernehmen ein Mandat nur dann, wenn wir davon überzeugt sind, Ihnen auf Grund von Erfahrung und Spezialisierung die bestmöglichste Vertretung gewährleisten zu können. Wenn wir den Eindruck haben, dass ein Kollege den Fall bessser bearbeiten könnte, empfehlen wir Ihnen einen anderen Anwalt oder ziehen einen Kollegen zu Rate. Wir sagen Ihnen, wenn wir einen Fall für aussichtslos halten.

2. Wir sehen den Menschen hinter den Rechtsproblemen

Wir halten nichts von lautem Getöse und teuren Schaukämpfen mit mäßigem Ergebnis. Wir überzeugen mit sachlichen Argumenten, fundierter Recherche und schlüssigem Vortrag, um eine gerichtliche Auseinandersetzung von Vornherein entbehrlich zu machen. Um Recht zu bekommen, reicht es nicht aus, nur das Recht zu kennen. Wir versuchen auch Ihren Gegner zu verstehen, bevor wir ihn überzeugen. Wenn wir es ausnahmsweise mit einem Gegner zu tun haben, der mit subtiler Sachlichkeit nichts anzufangen weis, werden wir aber auch den nötigen Ton treffen, um Entschlossenheit zu demonstrieren. Am Schluss zählt das Ergebnis.

3. Analyse & Strategie − ein bisschen Schach und Stochastik

"Da können wir bestimmt was machen, schreiben wir mal hin." Bauchgefühle sind gut, Entscheidungen sollten aber auf Analysen gestützt werden. Wir entwickeln mit Ihnen so früh wie möglich eine Strategie unter Berücksichtigung aller erkennbaren Eventualitäten. Dazu identifizieren wir zunächst die Entscheidungsfaktoren und Unwägbarkeiten, bewerten Szenarien nach Eintrittswahrscheinlichkeiten und Potenzialen und wählen dann nach Ihrer persönlichen Risikoausrichtung den sichersten Weg zum Ziel. Dabei analysieren wir auch die Situation Ihres Gegners, um dessen nächsten Zug zu antizipieren. Klingt kompliziert, aber am Schluss steht Klarheit.

4. Wir denken auch unternehmerisch − und finden Lösungen statt Probleme

Die juristische Ausbildung ist darauf ausgerichtet, Rechtsprobleme zu identifizieren. Risikoaverse Juristen werden damit oft zu lästigen Bedenkenträgern, die den Gesamtzusammenhang aus dem Blick verlieren. Wir zeigen Ihnen auch die rechtlichen Risiken, liefern Ihnen aber gleichzeitig die Workarounds oder helfen Ihnen die Abwägung der Risiken gegen die Chancen unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial.

5. Wir setzen uns ein

Nicht jedes Problem lässt sich mit Briefen, Anrufen oder Klageschriften lösen. Wenn es nützt, verhandeln wir für Sie vor Ort, sprechen mit Beteiligten oder begleiten Sie zu schwierigen Verhandlungsterminen. Ihre Akte gerät nicht in Vergessenheit, sondern ist stets in Bewegung.

6. Fairness bei der Abrechnung

Wir rechnen in der Regel nach Stundenvereinbarungen ab und zwar nach Einheiten von 6 Minuten; wir belegen Ihnen dabei jede Tätigkeit nach Datum und Uhrzeit. Man sollte es nicht für möglich halten, aber es soll vorkommen: Manche Kollegen brüsten sich damit, nicht die tatsächliche kurze Zeit die sie gebraucht haben abzurechnen, sondern diejenige Zeit, die sie als plausibel für die Aufgabe darstellen können. Warum soll der Mandant von meinen Vorlagen und Mustern profitieren? - Eine solche Abrechnung ist ein Fall für die Staatsanwaltschaft und kommt für uns selbstverständlich nicht in Betracht.

Nichtanwaltliche Tätigkeiten des Sekretariats und kurze Telefonate oder E-Mails bleiben ohne Berechnung. Als kleine Kanzlei mit niedrigen Kosten, können wir Ihnen günstige Stundensätze anbieten und dabei Ihre Vermögens- und Einkommensverhältnisse berücksichtigen.

7. Unser Umgang mit Abmahnungen

Wir unterstützen und vertreten keine Massenabmahner. Gelegentlich erhalten wir Anfragen von potenziellen Mandanten, die sich von einer Vielzahl von Wettbewerbern verletzt fühlen und diese gerne auf „Erfolgsbasis“ abmahnen möchten. Das soll heißen, dass Gebühren nur dann anfallen sollen, wenn sie vom Gegner bezahlt werden.

Die Geltendmachung von wettbewerbsrechtlichen Unterlassungsansprüchen ist nach § 8 Abs. 4 UWG unzulässig, „wenn sie vorwiegend dazu dient, gegen den Zuwiderhandelnden einen Anspruch auf Ersatz von Aufwendungen oder Kosten der Rechtsverfolgung entstehen zu lassen.“ Ein typisches Indiz für diese Absicht besteht darin, dass der Anwalt die für die Abmahnung entstehenden Kosten nur dann geltend macht, wenn sie vom Gegner bezahlt werden, ansonsten gegenüber seinem Mandanten darauf verzichtet. Ein weiteres Indiz aus der Rechtsprechung liegt vor, wenn die Ansprüche massenhaft geltend gemacht, aber nie gerichtlich verfolgt werden.

Wir legen großen Wert darauf, unsere Glaubwürdigkeit und die unserer Mandanten, nicht durch Massenabmahnungen zu untergraben. Wenn wir anwaltliche Abmahnungen aussprechen, entstehen Kosten, die zunächst vom Auftraggeber zu tragen sind und ggf. vom Störer zu erstatten sind – ein Erfolgshonorar oder gar eine Gewinnbeteiligung findet in keinem Fall statt. Wir nehmen Aufträge nur dann an, wenn auch der Auftrag erteilt wird, die Ansprüche ggf. gerichtlich durchzusetzen. Darüberhinaus lehnen wir es ab, geringfügige Verstöße mit dem scharfen Schwert des Wettbewerbsverfahrens zu verfolgen.

8. Mandatsannahme

Was nützt der beste Anwalt, wenn er so ausgelastet ist, dass er sich nicht mehr um alle Mandanten sorgfältig kümmern kann? Der Grund für die Unzufriedenheit von Mandanten mit ihren Anwälten liegt oft nicht in fehlender Kompetenz, sondern dem mangelndem Engagement. Als Berufsanfänger konnte man noch beim ersten Klingeln selbst ans Telefon gehen und brauchte keine Fristen überwachen, weil jeder Schriftsatz postwendend bearbeitet wurde. Dafür brauchte man etwas länger für manchen Schriftsatz und kannte noch nicht jedes taktische Manöver.

Wir haben dabei den Anspruch an uns und unsere Fallbearbeitung, dass wir bei unseren regelmäßigen Mandanten Anrufe spätestens bis zum nächsten Werktag erwidern, in dringenden Fällen innerhalb von 2 Tagen einen Besprechungstermin anbieten, für aufwendige Bearbeitungen verbindliche Deadlines vereinbaren und einhalten und keine Fallbearbeitung ohne Zustimmung des Mandanten an Mitarbeiter delegieren.

Dank zahlreicher Empfehlungen unserer Mandanten erhalten wir mehr Mandatsanfragen, als wir mit unserem Anspruch an Service und Qualität bearbeiten können, so dass wir häufig neue Mandate ablehnen und an Kollegen verweisen müssen. Dies betrifft vor allem Fälle außerhalb unserer Kernkompetenzen und Mandate, bei denen die von uns angesetzten Vergütungssätze ungerechtfertigt weit über den gesetzlichen Gebührensätzen liegen.

9. Kosten

Wir berechnen unsere Vergütung für außergerichtliche Beratung und Vertretung in der Regel auf der Grundlage von Stundensätzen. Eine Vergütung nach Stundensätzen, wie sie bei uns erfolgt, kann zwar oft günstiger, manchmal, nämlich bei niedrigen Streitwerten auch teurer sein.

Wir weisen hier und bei Mandatsübernahme ausdrücklich darauf hin, dass zahlreiche Kollegen auch hier in Würzburg bereit sind, bei niedrigen Streitwerten lediglich nach den Gebührensätzen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes abzurechnen oder niedrigere Stundensätze anbieten. Dies dürfte vor allem bei Rechtsstreitigkeiten aus dem allgemeinen (nicht spezialisierten) Zivilrecht zutreffen.

Dennoch möchten wir die Vorteile der im Vergleich zu Großkanzleien günstigeren Kostenstruktur und niedrigeren Gewinnansprüche durch günstige Stundensätze auch künftig an Sie weitergeben. Wir orientieren uns daher gerade nicht an den Stundensätzen, die in unserem Spezialisierungsbereich üblich sind, sondern an den bescheideneren regionalen Konditionen.

10. Wir tragen nicht so dick auf

Manchmal ließt man auf Kanzleiseiten Versprechungen wie z.B. "bei uns stehen Sie und Ihr Fall im Mittelpunkt". Auf diesem Mittelpunkt muss es sehr eng werden, wenn alle Mandanten dort stehen; gemeint aber war der redliche Anspruch, dass man seine Mandanten wichtig nimmt. Wer tut das nicht. Aber wie wichtig ist der einzelne Mandant wirklich und wie kann sich das von Kanzlei zu Kanzlei unterscheiden?

Die Aufmerksamkeit, die ein Fall bekommt, hängt abgesehen von den charakterlichen Grundeigenschaften des Anwalts schlicht auch von der Falldichte ab. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Anwalt, der pro Tag fünf neue Verkehrsunfälle entgegen nimmt, weniger Muße für jeden einzelnen Fall aufwenden kann, als der Unternehmensjurist, der nur einmal im Monat einen neuen Mandanten empfängt, diesen aber über Jahre begleitet.

Wir sind nicht besonders gut, wenn es darum geht, große Berge aus ähnlich gelagerten Akten in Windeseile wegzudiktieren. Das schaffen andere besser. Daher wird bei uns auch aus einem Verkehrsunfall - wenn wir einmal einen für Friends&Family bearbeiten sollten - manchmal eine Vorführfall für aufwendige Prozessstrategien und rhetorische Highlights, was am Ende vielleicht gar nicht erforderlich war. Bei Fällen, die eine möglichst standardisierte und kosteneffiziente Bearbeitung erfordern, könnten wir die falschen Ansprechpartner sein. Wenn Ihr Fall aber etwas kniffliger, kompliziert und verfahren erscheint, würden wir uns freuen, uns darin zu vertiefen.

11. Mitbestimmung

Wir sind keine Sozialromantiker, aber wir erkennen den produktiven Nutzen der Mitbestimmung. In unsere Kanzlei erfolgt keine Personalentscheidung gegen den Willen des Teams. Es macht Sinn, dass sich diejenigen die neuen Kollegen aussuchen, die mit ihnen jeden Tag zusammenarbeiten müssen. Das steht nicht im Betriebsverfassungsgesetz und erfordert keinen Betriebsrat. Bei uns ist Mitbestimmung ein Gebot der Vernunft. Das macht Neueinstellungen manchmal etwas langwierig und manche Kandidaten wundern sich, dass nach Interviews und Tests noch Gesprächsrunden mit dem Team auf dem Programm stehen.

Natürlich funktioniert dieses System nur deshalb, weil wir noch ein kleines Team sind und weil jeder seine Einflussmöglichkeit mit der nötigen Verantwortung ausübt.


Individuell & Persönlich

Unsere Beratung erfolgt ohne standardisierte Verfahren und passt sich Ihrem Rechtsfall individuell an.

Fair

Wir rechnen in der Regel nach Stundenvereinbarungen ab und belegen Ihnen dabei jede Tätigkeit nach Datum und Uhrzeit.


Schnell

Kurze Rückruf- und Bearbeitungszeiten bei hoher Präzision und Gewissenhaftigkeit.

IT-affin

Mit einer auf IT-Recht spezialisierten Kanzlei wie unserer können Sie sich im Fachjargon unterhalten.


Teamorientiert

Wir bearbeiten Mandate gemeinsam. Als Mandant haben Sie somit immer zwei Ansprechpartner, die über alle Entwicklungen in Ihrem Fall informiert sind.

Selbstkritisch

Wir empfehlen Ihnen Kollegen, wenn Ihr Rechtsfall Kompetenzen aus einem Rechtsgebiet erfordert, in dem wir nicht nachhaltig tätig sind.

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