FAQ KOSTEN

Sind Sie eigentlich teuer oder günstig?

Das Preisempfinden mag sehr subjektiv und vor allem relativ zur erhaltenen Leistung sein. Trotzdem versuchen wir die Frage zu beantworten:

Statistisch gesehen durchschnittlich

Das Soldan-Institut untersucht seit einigen Jahren die vereinbarten Stundensätze von Rechtsanwälten. In der 2009er Studie wurde ein Mittelwert für Rechtsanwälte von 182 EUR berechnet, Fachanwälte kosten im Durchschnitt 20 EUR mehr. Wir liegen mit unseren Stundensätzen teils über, teils unter diesem Durchschnitt.

Teuer im Vergleich zu Allgemeinkanzleien

In Würzburg existiert eine starke Spreizung der Anwaltshonorare und wir wagen zu behaupten auch eine starke Spreizung im Spezialisierungsgrad der Anwälte. Der Spezialisierungsgrad darf dabei aber nicht notwendig mit Kompetenz gleichgesetzt werden.

Manche Kanzleien rechnen selbst bei niedrigen Gegenstandwerten nach den Tabellensätzen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes ab. Wenn es da um eine überhöhte Telefonrechnung von 200 EUR geht, verdient der Anwalt nach Beratung und mehren Korrespondenzrunden kaum mehr als 10 EUR pro Stunde. Wir weisen unsere Mandanten gerade bei Gegenstandswerten unter 2.000 EUR darauf hin, dass wir mit einiger Wahrscheinlichkeit mit unseren Stundenhonoraren teurer sein werden als eine Kanzlei, die nach dem RVG abrechnet.

Dass einige Kanzleien die Leistung zu diesen günstigen Konditionen anbieten, muss übrigens nicht heißen, dass sie verzweifelt sind für jedes schlecht bezahlte Mandat; teilweise betreiben Kollegen bewusst eine Mischkalkulation, bei der lukrative Fälle mit hohen Werten die kleinen Fälle quersubventionieren. Wir haben uns gegen dieses Prinzip entschieden, da wir unseren Mandanten schwer vermitteln können, dass die gleiche Leistung (ein Anschreiben von zwei Seiten) einmal 50 EUR und einmal 2500 EUR kosten soll.

Wir sind im Vergleich zu Kanzleien ohne Spezialisierung oder Berufsanfängern vermutlich eher teurer.

Günstig im Vergleich zu Spezialkanzleien

Sie haben vermutlich schon bemerkt, dass es in dieser Region nicht sehr viele Kanzleien mit mehreren Rechtsanwälten gibt, die nur auf  IT-Recht spezialisiert sind. Sie finden allerdings in Großkanzleien einzelne Partner, die ebenfalls nur dieses Rechtsgebiet betreuen und im gleichen Maße spezialisiert sind. In diesen Kanzleien werden für Partner Stundensätze zwischen 300 bis 450 EUR aufgerufen und für Associates 200 bis 300 EUR. Im Vergleich dazu sind wir relativ günstig.

Der Markt macht die Preise

Letztlich entscheidet der Markt und damit auch Sie über die Angemessenheit von Preisen. Unsere Anwälte waren im letzten Jahr voll ausgelastet und haben dabei 95 % der Leistungen nach Stunden abgerechnet. Während unsere Mandanten mit den vereinbarten Stundensätzen auch langfristig zufrieden sind, hatten wir bisher nie die Notwendigkeit, auf Preisnachlässe einzugehen, um ein Mandat zu erhalten.

 

Wie sind Ihre Stundensätze?

Seit dem 1.1.2014 gelten die nachfolgenden Stundensätze:

  • Für gewerbliche Mandate: Angestellte Anwälte 250 EUR netto, Partner 350 EUR netto.
  • Für Startups, Existenzgründer im Gründungsjahr, Kleinunternehmer ohne Mitarbeiter und Verbraucher 190 EUR netto (226,10 EUR brutto inkl. USt.)
  • In Filesharing-Angelegenheiten für Verbraucher 150 EUR netto (178,50 EUR brutto inkl. USt.)

 

Warum sind Ihre Gebühren so niedrig?

Im Vergleich zu anderen spezialisierten Kanzleien genießen wir in Würzburg verhältnismäßig moderate Lebenshaltungs- und Immobilienpreise. Unsere Kollegen in Frankfurt oder München müssen alleine schon durch höhere Kosten 20 bis 30 % höhere Stundensätze verlangen.

Ein viel wichtigerer Faktor als der Stundensatz ist jedoch die Anzahl der tatsächlich abgerechneten Stunden. Was nutzt Ihnen ein um 30 % verminderter Stundensatz eines Anwaltes, der dafür für das gleiche Ergebnis doppelt so viel Zeit in Rechnung stellt, weil er sich z.B. erst in das Thema einlesen musste?

Wenn Sie Ihre Rechnungen genau betrachten, werden Sie vermutlich feststellen, dass wir Ihnen zwei Stundensummen ausweisen. Zum einen die tatsächlich aufgewendete Zeit und zum anderen die Ihnen in Rechnung gestellten Stunden. Für uns gilt bei jeder Fallbearbeitung, dass wir Ihnen nur so viel Zeit in Rechnung stellen, wie für die Bearbeitung unbedingt nötig gewesen wäre. Maßstab ist dabei immer das Niveau eines erfahrenen und spezialisierten Fachanwaltes. Wenn wir durch Einarbeitungszeiten oder durch die Verfolgung vermeidbarer Sackgassen mehr Zeit verbrauchen, geht das auf unsere Rechnung. Auf diese Weise haben wir im Jahr 2010 zwischen 10 bis 15 % der geleisteten Zeit schon vor der Rechnungsstellung storniert.

Geschwindigkeit bei der Fallbearbeitung: Wenn Sie die Besprechung verlassen, ist der Aktenvermerk oder das Anschreiben an den Gegenanwalt oft schon in Ihrer Anwesenheit diktiert. Von einem erfahrenen Anwalt können Sie erwarten, dass er einen Schriftsatz in einem einfachen Fall direkt "aus der Hand" diktiert.

 

Gibt es Nachlässe auf die Stundensätze?

Wir bedienen unterschiedliche Zielgruppen mit unterschiedlichen Stundensätzen zwischen 150 und 280 EUR. Die Möglichkeiten für Rabatte sind auf wenige Ausnahmen beschränkt.

Wir sind an dieser Stelle wirklich langweilig. Es gibt keinen Winterschlussverkauf, keine Lagerräumung für liegengebliebene Anwaltsstunden und noch nicht einmal Bonusmeilen für Vielkläger. Was wir aber vereinbaren können sind Rabatte bei der Abnahme von monatlichen Mindestkontingenten in langfristiger Beauftragung.

Erfolgshonorare haben wir bisher noch nicht vereinbart. Wir benötigen keine finanziellen Anreize, um die bestmögliche Leistung für Sie zu liefern. Würden wir ein Mandat mit mehr Nachdruck betreiben, bedeutete dies ja auch, dass wir ein anderes Mandat schlechter bearbeiten. Das kommt für uns nicht in Betracht.

Es kann vorkommen, dass unsere Kosten in einem ungünstigen Verhältnis zum angestrebten Erfolg steht, wenn Sie etwa einen Rechtsstreit führen, der weder viel Geld noch edles Prinzip wert ist. Wenn der Fall es für Sie nicht wert ist, durch Spezialisten geführt zu werden, können wir Ihnen vielleicht helfen, den für Sie passenden Anwalt zu finden, der zu niedrigeren Kosten tätig werden kann.

 

Ich finde Ihre Kosten zu hoch, was tun wir jetzt?

Sie finden auch in Würzburg Rechtsanwälte, die zu niedrigeren Kosten tätig werden. Die Qualität muss dabei nicht schlechter sein. Es könnte auch sein, dass Sie gerade einen Fall haben, der kein sonderliches Geschick erfordert.

Wir sind kein Preisführer in der Branche und werden preislich regelmäßig unterboten. Wenn Sie eine Fallbearbeitung wünschen, bei der es Ihnen nicht darum geht, welche Kanzlei den Fall bearbeitet, sondern der Preis im Vordergrund steht, werden Sie vermutlich an anderer Stelle den besseren Deal finden.

Wenn Ihnen unsere Kanzlei von anderer Stelle empfohlen wurde oder Sie sich über unsere Seiten einen fundierten Eindruck gebildet haben, wird Ihre Mandatsentscheidung vermutlich nicht das Ergebnis eines Preisvergleiches sein, obwohl wir durch unseren Standort günstige Konditionen anbieten können.

 

Warum rechnen Sie nicht einfach nach Streitwerten ab?

Die Berechnung der Gebühren soll fair sein, aber jedes Abrechnungssystem hat seine Nachteile. Wir haben uns für die Abrechnung nach Zeit entschieden und sind davon überzeugt, dass dies auch im Sinne unserer Mandanten ist.

Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) sieht vor, dass sich die Vergütung nach Gegenstandswerten und Gebührentatbeständen bemisst unter geringer Berücksichtigung des tatsächlichen Aufwands. Die Abrechnung nach Zeit nimmt dagegen keine Rücksicht darauf, welche Werte auf dem Spiel stehen und richtet sich stur nach dem Aufwand. Ob nach der einen oder anderen Abrechnung höhere Preise entstehen, hängt natürlich von Aufwand und Wert ab.

Ein Aufforderungsschreiben mit drei Seiten über einen Forderungsbetrag von 100.000 EUR ist mit 1.760 EUR netto nach dem RVG verhältnismäßig teuer, wenn der Anwalt dafür nur drei Stunden gebraucht hat. Wer hingegen über einen geplatzte eBay-Deal über 50 EUR streitet, braucht nur 37,50 EUR zu zahlen, wenn er einen Anwalt findet.

Mysterium des verschollenen Anwalts

Wir hören immer wieder von wechselbedürftigen Mandanten, die erzählen, ihr Anwalt hätte sich nicht mehr um den Fall gekümmert, rufe nie zurück und lasse sich am Telefon wochenlang verleugnen. Abgesehen  davon, dass ein solches Verhalten ungeachtet von der Vergütungsform völlig unakzeptabel ist, findet sich die Ursache manchmal (neben anderen Unzuverlässigkeitskriterien) bei der Vergütungsform: Die Motivation eines Anwaltes, sich für einen Fall einzusetzten, könnte sinken, wenn er für das weitere Engagement keine Vergütung mehr erhält, weil er sie schon zuvor, nämlich mit dem ersten Schreiben, vollständig verdient hat.

Die Abrechnung nach Pauschalen und streitwertabhängigen Gebühren führt dazu, dass der wirtschaftliche Anreiz für die Fälle sehr unterschiedlich ausfällt. Der ideale Anwalt wird sich sicher bemühen, diesen monetären Aspekt auszublenden und sich alleine auf die Gerechtigkeit und Zufriedenheit des Mandaten konzentrieren, aber dies gelingt nicht immer.

Bei einer Abrechnung nach Zeit verdient der Anwalt nur dann etwas, wenn er auch für Sie arbeitet. Dazu gehört es auch, Ihnen am Telefon zuzuhören.

Natürlich besteht immer die Sorge, der Anwalt könnte abstruse Zeiten aufwenden oder auch nur behaupten; wir dokumentieren jeden Zeitabschnitt auf Zehntel-Stunden genau unter detaillierter Beschreibung der Tätigkeit. Anfangs legen manche Mandanten Wert darauf, dass wir für jede Tätigkeit eine Kostenschätzung abgeben oder vereinbaren Obergrenzen; das sind Vorsichtsmaßnahmen die wir Ihnen anbieten, auf die aber nach Beginn der Zusammenarbeit meistens verzichtet wird.

Erfolgshonorar als Motivationsanreiz?

Die bisher verbotenen Erfolgshonorare sind für Anwälte inzwischen unter engen Umständen zulässig. Ein Anwalt kann sich eine Vergütung für den Fall versprechen lassen, dass der Fall erfolgreich ausgeht.

Uns werden gelegentlich derartige Vergütungsformen angeboten, um beispielsweise zu erreichen, dass wir uns besonders einsetzen oder um im Falle eines Mißerfolges nicht auch noch Anwaltskosten tragen zu müssen.

Wir haben Erfolgshonorare in der Vergangenheit jedes Mal abgelehnt. Als Motivationsschub halten wir sie für unnötig. Wir unterscheiden unsere Mandanten nicht nach Dringlichkeit. Aus wirtschaftlicher Sicht gibt es hierfür auch keinen Anreiz, selbst wenn Start-ups, DAX30-Unternehmen und Privatpersonen etwas niedrigere Stundensätze zahlen, werden diese nicht nachrangig behandelt, entsprechend besteht keine Veranlassung, seinen Anwalt mit Geld zu bewerfen, damit er klüger denkt.

In der Praxis geht das Motviationargument oft nach hinten los. Wenn der erfolgsabhängige Anwalt merkt, dass sich die Chancen im Fall verschlechtern, könnte er sein Engagement erheblich vermindern. Wir wollen bei einem Blick auf die Rückrufliste gar nicht auf die Idee kommen, die Mandanten zu priorisieren und melden uns bei Ihnen in der Reihenfolge Ihres Anrufes - meistens am gleichen Tag, spätestens am Folgetag.

 

Kann ich die Kosten über die Rechtsschutzversicherung abrechnen?

Bei den meisten von uns bearbeiteten Fällen ist eine Rechtsschutzversicherung so nutzlos, dass man versucht ist, die Police sofort zu kündigen. Zwei Ausschlussgründe in den Rechtsschutzbedingungen führen dazu, dass IT-rechtliche Fälle von einer Deckung ausgeschlossen sind:

1. Ausschluss von Wettbewerbsrecht, Urheberrecht und Markenrecht
Die drei vorgenannten Rechtsgebiete bilden häufig die Grundlage für Ansprüche im IT-Recht. Rechtsschutzversicherungen haben erkannt, dass in diesen Rechtsgebieten viele teure Rechtsstreite geführt werden können und die Deckung in den Standardbedingungen ausgeschlossen.

2. Vertragliche Streitigkeiten
Alle Rechtsstreitigkeiten, die auf einem vertraglichen Rechtsverhältnis beruhen, sind für Unternehmer von der Deckung ausgeschlossen. Es ist offenkundig, dass für Unternehmer hiernach nicht mehr viel übrig bleibt, was von einer Rechtsschutzversicherung gedeckt sein kann.

Und in welcher Höhe trägt die Rechtsschutzversicherung die Kosten?
Selbst wenn ein Fall einmal unter die Bedingung einer Rechtsschutzversicherung fallen sollte, so deckt die Versicherung häufig nur einen Bruchteil der tatsächlich entstehenden Kosten. Die Versicherung trägt nämlich in der Regel nur die Kosten, die sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) aus den Gegenstandswerten ergeben. Da im Wirtschaftsrecht jedoch in der Regel nach Stunden abgerechnet wird, können die entstandenen Kosten höher, in seltenen Fällen aber auch niedriger sein. Wenn Ihre Rechtsschutzversicherung also eine Deckungszusage erteilt, bedeutet dies bei unserer Beauftragung leider noch nicht, dass damit alle Kosten abgedeckt werden. Wenn Sie dieses Ziel erreichen wollten, müssten Sie einen Anwalt finden, der bereit ist, ausschließlich auf Grundlage der gesetzlichen Gebühren tätig zu werden und die Regulierung mit der Rechtsschutzversicherung kostenlos zu übernehmen. Bei Rechtsgebieten mit dem Fokus auf Verbraucher ist dies eine häufige Abrechnungsmethode, wir können Sie jedoch leider nicht anbieten.


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