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Verbietet LGPL 2.1 signierte Software?

30.06.2014 - Die LGPL 2.1 unterscheidet sich von der strengeren GPL vor allem durch die Erlaubnis, unter bestimmten Umständen mit eigener Software verbunden zu werden, ohne dass durch den Copyleft Effekt die eigene Software unter Open Source gestellt werden muss. Eingebettete Software wird häufig gegen Manipulation durch Signaturen geschützt. Hierin kann jedoch ein Verstoß gegen die Bedingungen der LGPL bestehen.

Die Besonderheit der LGPL besteht darin, dass sie im Gegensatz zur GPL unter bestimmten Umständen die Verbindung mit proprietärer Software gestattet, ohne dass diese ebenfalls unter Open Source gestellt werden muss. Die Voraussetzungen hierfür finden sich in Ziff. 6 der LGPL: Es muss ein Softwaremechanismus verwendet werden, der die Software ablaufbar hält, wenn der Nutzer eine veränderte Fassung der LGPL Library installiert. Nach einer von Mitgliedern der Free Software Foundation vertretenen Auffassung verbietet dies die Signatur von Bootloadern oder anderen Softwarebestandteilen.

Die Signatur von eingebetteter Software wurde in der Open Source Community erstmals am Fall der Firma TiVo kontrovers diskutiert und wird seither als „Tivoisierung" bezeichnet. TiVo hatte eine Set-Top-Box hergestellt, alle Source Codes offengelegt, jedoch dafür gesorgt, dass die Hardware mit veränderter Software nicht mehr funktionieren würde. Die Diskussion führte dazu, dass Tivoisierung in der GPL 3.0 ausdrücklich verboten wurde.

Während für die GPL 2.0 häufig angenommen wird, dass Tivoisierung mangels ausdrücklicher Nennung nicht verboten sei, verdient die LGPL eine differenziertere Betrachtung. Derjenige, der sich auf die Ausnahme zur Freigabepflicht nach Ziff. 6 der LGPL berufen will, muss zusätzliche Bedingungen zur Austauschbarkeit erfüllen.

Aus einer systematischen Auslegung des Lizenztextes lässt sich ableiten, dass eine Austauschbarkeit der Software für den Anwender nicht verhindert werden darf. Bei embedded Software ist ein solcher Austausch jedoch oft von Natur aus schwierig. Open Source Fundamentalisten würden daher am liebsten einfordern, dass der Hersteller dem Nutzer sämtliche Schnittstellen zur Neuprogrammierung der Software bereitstellen muss, einschließlich der zugehörigen Softwaretools. Für eine derart weitgehende Lizenzauslegung sehen wir keine Anknüpfungspunkte. Der Umstand, dass eingebettete Software für den Austausch hohen Aufwand erfordert, liegt in der Natur der Sache. Dies kann es erforderlich machen, einen Flash-Speicher auszubauen und über zusätzliche Hardware zu programmieren. Rechtsprechung, an der man sich orientieren könnte, existiert weder für die eine, noch die andere Auffassung.


Thema: Pro-Bono-Mandate

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